Donnerstag, 2. Dezember 2010

Radausflug nach Morretes

Was passt alles zu einem sonntäglichen Fahrradausflug in Curitiba?

Fahrrad - Ja
Helm - Selbstverständlich
Reiseproviant - Jupp
Gutes Wetter - Aber immer gerne
30 km Autobahn - Sowieso
nette Mitfahrende - auch das
Natur - Ein Muss
Ein kühles Bier danach - oh ja

Wenn einem nichts Besonderes aufgefallen ist, möge er doch noch einmal die Auflistung durchgehen. Nachdem wir (Die Austauschstudenten) uns immer darüber beschwert haben, dass  keine Möglichkeiten zum Radfahren in Curitiba (außer die Radwege zwischen den einzelnen Parks) existieren, wurden wir von unserer brasilianischen Kommilitonin dazu eingeladen an einem sonntäglichen Radaausflug nach Morretes teilzunehmen, welches hinter dem atlantischen Regenwald liegt.

Somit standen wir um 5 Uhr morgens auf um noch bei aller Dunkelheit ein Rad beim Velo Club Curitiba auszuleihen, welcher den Ausflug auch veranstaltete. Mit knapp 15 Leuten starteten wir in Curitiba und fuhren dem Sonnenaufgang entgegen durch eine leere und schlafende Großstadt in voller Hoffnung auf die Natur, die uns in wenigen Kilometern erwarten würde. Als wir die Stadt verliesen, mussten wir jedoch feststellen, dass wir uns nicht auf einem ruhigen Wanderweg sondern auf einer vielbefahrenen 4 oder 6 spurigen Autobahn befinden, welche Richtung Morretes führt. Hier fuhren wir am Straßenrand knapp 30 km entlang. Dass dies für die Curritibanos zumindest nicht ungewöhnlich ist, zeigte sich dadurch, dass wir nicht die einzigen Radfahrer auf der Autobahn waren. Nach einigen Minuten gewöhnte man sich auch an die Sattelschlepper, die in 2 Meter Entfernung mit 100 km/h an einem vorbeifuhren.

Nachdem es einige Zeit sehr ebenerdig war, änderte sich die Neigung und wir fuhren eine knappe halbe Stunde nur abwärts an den Bergen entlang, die Hochebene verlassend. Danach kamen wir endlich auf einen Wanderpfad, welcher durch den Dschungel, entlang an kleinen Dörfern und wunderschönen klaren Flüssen mit Wasserfällen, an Feldern mit Maracuja-Sträuchern bis hin zu einem mit Touristen überfüllten (ich hasse Touristen) Morretes. Mit einem Bier und etwas zu Essen ließen wir den Tag dann am Ufer ausklingen.

Autobahn Richtung Morretes

Kleine Pause
Ausblick auf die Tiefebene


Kleiner Ort am Wanderpfad entlang
Links ist das "Schneedacc" des Haus des Weihnachstmann zu erkennen

Ausruhen am Fluss

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